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Der TipTap-Editor in bun.ink – ruhiger schreiben, schneller formatieren, sicher speichern

Ein Blick auf die weniger offensichtlichen Funktionen des TipTap-Editors in bun.ink: Zen-Modus, Stealth-Taste, Markdown-Formatierung, Shortcuts und das Zusammenspiel von lokalem Cloud-Speicher und GitHub-Branches.

Ein guter Editor sollte beim Schreiben möglichst wenig auffallen. Er soll da sein, wenn du ihn brauchst – und verschwinden, sobald du dich auf deinen Text konzentrieren willst. Genau deshalb setzt bun.ink auf den TipTap-Editor: eine moderne Schreibfläche, die sich ruhig anfühlen kann, aber unter der Oberfläche erstaunlich viele Möglichkeiten bietet.

Viele dieser Funktionen liegen nicht laut im Weg. Sie sind eher wie kleine Hebel am Schreibtisch: einmal entdeckt, machen sie das Schreiben schneller, konzentrierter und sicherer. Dieser Beitrag zeigt dir die wichtigsten davon.

Der Zen-Modus – nur du und der Text

Der Zen-Modus ist die ruhigste Schreibumgebung in bun.ink. Wenn du unter /writer arbeitest, kannst du ihn per Shortcut ein- und ausschalten. Welche Tastenkombination dafür verwendet wird, legst du in den Einstellungen selbst fest: Öffne dafür Einstellungen und dann den Bereich Editor. Dort findest du alle Shortcuts, die bun.ink für den Editor bereitstellt oder künftig erweitert.

Im Zen-Modus geht es bewusst nicht um viele Knöpfe, Menüs oder Ablenkungen. Du kannst dort im Kern nur zwei Dinge anpassen:

  • die Schriftgrösse
  • die Transparenz der Schrift

Diese Einstellungen werden gespeichert, damit deine ruhige Schreibumgebung beim nächsten Mal wieder so aussieht, wie du sie brauchst. Mehr soll der Zen-Modus gar nicht sein. Er ist kein zweiter, komplizierter Editor, sondern ein Raum zum Schreiben.

Die Stealth-Taste – wenn der Text kurz verschwinden soll

Eine besondere Funktion im Zen-Modus ist die Stealth-Taste. Auch sie kann in den Editor-Einstellungen als eigene Taste festgelegt werden.

Mit dieser Taste schaltest du die Transparenz der Schrift schnell zwischen zwei Zuständen um:

  • 100 Prozent Transparenz – der Text ist nicht sichtbar
  • 50 Prozent Transparenz – der Text ist halbtransparent sichtbar

Das funktioniert in dieser Form nur im Zen-Modus. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn jemand neugierig auf deinen Bildschirm schaut, kannst du den Text mit einem Tastendruck optisch verschwinden lassen. Dann wirkt das Fenster fast leer. Praktisch ist das für private Notizen, unfertige Entwürfe oder schlicht für Momente, in denen dein Text noch niemanden etwas angeht.

Und ja: Wenn man dabei an neugierige Chefs denkt, ist das natürlich eher mit einem Augenzwinkern gemeint.

Formatieren mit dem T-Button

Die wichtigsten Formatierungen erreichst du über den T-Button. Er öffnet das Format-Menü des Editors. Dort findest du die grundlegenden Funktionen, die man beim Schreiben regelmässig braucht: Überschriften, Listen, Hervorhebungen, Zitate und ähnliche Basisformate.

Zusätzlich gibt es ein sogenanntes Bubble-Feld. Es erscheint automatisch, wenn du eine Textstelle markierst. Statt erst ein grosses Menü zu öffnen, kannst du dort einzelne Basisfunktionen direkt auf die Auswahl anwenden. Das ist besonders praktisch, wenn du beim Überarbeiten schnell ein Wort fett setzen, eine Stelle kursiv markieren oder einen Abschnitt als Zitat hervorheben möchtest.

Wichtig ist: Der TipTap-Editor in bun.ink erstellt Markdown-Dokumente. Markdown ist eine einfache Schreibweise, bei der Formatierungen durch bestimmte Zeichen beschrieben werden. Du schreibst also nicht in einem schweren Layout-Format, sondern in einem klaren Textformat, das sich gut speichern, exportieren und versionieren lässt.

Eine kurze Markdown-Übersicht

Markdown arbeitet mit wenigen, gut lesbaren Zeichen. Einige typische Beispiele:

  • # Überschrift 1 wird zu einer grossen Überschrift.
  • ## Überschrift 2 wird zu einer Unterüberschrift.
  • **fetter Text** wird zu fettem Text.
  • *kursiver Text* wird zu kursivem Text.
  • - Listenpunkt erzeugt eine Aufzählung.
  • 1. Listenpunkt erzeugt eine nummerierte Liste.
  • > Zitat erzeugt einen Zitatblock.
  • `Code` markiert einen kurzen Code- oder Monospace-Ausdruck.

Nicht jede optische Formatierung hat in klassischem Markdown ein eigenes, einfaches Zeichen. Unterstreichen gehört zum Beispiel nicht zu den Standardformatierungen, die Markdown über solche Symbole abdeckt. Deshalb kann es sein, dass bestimmte Funktionen bewusst nicht wie in einer klassischen Textverarbeitung funktionieren.

Ausserdem gilt: Die Markdown-Zeichen sollen dich beim Schreiben nicht stören. In der eigentlichen .md-Datei wird das Dokument als Markdown bereitgestellt. In bestimmten Exporten, etwa als .txt, können die Formatzeichen sichtbar werden, weil dort der reine Text inklusive seiner Markdown-Schreibweise ausgegeben wird.

Shortcuts: schneller schreiben, weniger klicken

TipTap bringt bereits eine Reihe sinnvoller Standard-Shortcuts mit. Welche davon in bun.ink verfügbar sind, hängt davon ab, welche Editor-Funktionen aktiv eingebunden sind. Die wichtigsten bekannten Tastenkombinationen aus der TipTap-Welt sind:

  • Kopieren: Strg + C unter Windows/Linux, Cmd + C auf macOS
  • Ausschneiden: Strg + X bzw. Cmd + X
  • Einfügen: Strg + V bzw. Cmd + V
  • Ohne Formatierung einfügen: Strg + Shift + V bzw. Cmd + Shift + V
  • Rückgängig: Strg + Z bzw. Cmd + Z
  • Wiederholen: Strg + Shift + Z bzw. Cmd + Shift + Z
  • Fett: Strg + B bzw. Cmd + B
  • Kursiv: Strg + I bzw. Cmd + I
  • Durchgestrichen: Strg + Shift + S bzw. Cmd + Shift + S
  • Normaler Absatz: Strg + Alt + 0 bzw. Cmd + Alt + 0
  • Überschriften: Strg + Alt + 1 bis Strg + Alt + 6 bzw. Cmd + Alt + 1 bis Cmd + Alt + 6
  • Nummerierte Liste: Strg + Shift + 7 bzw. Cmd + Shift + 7
  • Aufzählung: Strg + Shift + 8 bzw. Cmd + Shift + 8
  • Alles auswählen: Strg + A bzw. Cmd + A

bun.ink bleibt aber nicht bei den Standardfunktionen stehen. Die App legt besonderen Wert auf eigene Shortcuts, die speziell für ein bequemes Schreiberlebnis entwickelt werden. Viele davon kannst du in den Einstellungen aktivieren, deaktivieren oder mit einer eigenen Tastenkombination belegen. Dazu gehört zum Beispiel der bereits erwähnte Shortcut für die Stealth-Taste.

Weitere praktische Tastaturfunktionen sind geplant. Das Ziel ist klar: Du sollst beim Schreiben möglichst selten zur Maus greifen müssen. Navigation, Fokus, Formatierung und Arbeitsfluss sollen direkt über die Tastatur erreichbar sein.

Versteckte Navigation: die Tastatur als Schreibwerkzeug

Shortcuts sind nicht nur Abkürzungen für Menüpunkte. Sie verändern, wie sich Schreiben anfühlt. Wenn du Absätze verschiebst, Überschriften setzt, Listen öffnest oder in den Zen-Modus wechselst, ohne aus dem Schreibfluss zu fallen, bleibt dein Kopf stärker im Text.

Genau hier liegt eine der stillen Stärken des Editors: Viele Navigations- und Bearbeitungsfunktionen wirken unspektakulär, sparen aber über einen langen Schreibtag hinweg viele kleine Unterbrechungen. Besonders bei längeren Manuskripten, Notizen oder Blogartikeln macht das einen Unterschied.

Speichern: lokal, bewusst und mit GitHub-Branches

Auch beim Speichern lohnt sich ein genauer Blick, denn bun.ink unterscheidet zwischen normalem Schreiben im lokalen Cloud-Speicher und der Arbeit auf einem GitHub-Branch, zum Beispiel dem main-Branch bzw. Hauptzweig. Es ist aber auch möglich, eigene Nebenzweige zu erstellen und separat zu benennen.

Wenn du manuell speicherst, wird dein aktueller Stand hauptsächlich in der lokalen Cloud-Datenbank von bun.ink gesichert. Das ist der normale Weg für Texte, die du direkt in bun.ink bearbeitest. Du drückst Speichern, und der aktuelle Inhalt wird für dein Projekt abgelegt.

Anders ist es, wenn du auf einem GitHub-Branch arbeitest. Ein Branch ist ein eigener Arbeitszweig in GitHub. Änderungen auf einem solchen Branch werden nicht in der lokalen Cloud-Datenbank gespeichert. Sie können stattdessen nach GitHub committed und gepusht werden. Damit liegt die Änderung auf GitHub in genau diesem Branch.

Von dort hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du führst die Änderungen später in den Hauptzweig, meist main, zurück. Dieses Zusammenführen nennt man Merge. Danach können die Änderungen auch wieder im lokalen Cloud-Speicher von bun.ink landen.
  2. Du belässt die Änderungen nur auf GitHub, zum Beispiel weil es ein Experiment, eine alternative Fassung oder ein Entwurf bleiben soll.

Das klingt technischer, als es sich im Alltag anfühlen muss. Im Kern bedeutet es: Normale Texte werden lokal in der bun.ink-Cloud gespeichert. Branch-Arbeit gehört zunächst zu GitHub und wird erst durch Commit, Push und gegebenenfalls Merge Teil des Hauptstands.

Lokale Versionen – Snapshots ganz ohne GitHub

Nicht jede und jeder möchte oder kann ein GitHub-Konto nutzen. Für genau diesen Fall bietet bun.ink – wie andere Schreib-Apps auch – lokale Versionen: kleine Schnappschüsse (Snapshots) eines Dokuments, die du jederzeit selbst anlegen kannst. Sie funktionieren unabhängig von GitHub.

Du findest sie in der Seitenleiste im Tab Verlauf. Dort kannst du:

  • mit Version speichern einen neuen Snapshot deines aktuellen Standes anlegen,
  • eine gespeicherte Version im Editor mit deinem aktuellen Text vergleichen,
  • eine frühere Version wiederherstellen – dein aktueller Text wird dabei zuerst als neue Version gesichert, es geht also nichts verloren.

Zusätzlich legt bun.ink im Hintergrund automatische Versionen an – ganz ohne dein Zutun. Das geschieht behutsam und nur, wenn es sich lohnt: typischerweise dann, wenn du gerade eine kurze Schreibpause machst, sich seit dem letzten Snapshot spürbar etwas geändert hat und seit der letzten automatischen Version genügend Zeit vergangen ist (in der Grössenordnung von etwa zehn Minuten). So entsteht nebenbei ein Sicherheitsnetz, falls du einmal vergisst, selbst eine Version zu speichern. Im Verlauf sind solche Einträge als Automatisch gekennzeichnet, manuell angelegte als Manuell.

Die Zahl der manuell angelegten Versionen ist bewusst begrenzt: Pro Dokument kannst du bis zu zehn Versionen speichern. Ist diese Grenze erreicht, löschst du einfach eine nicht mehr benötigte Version, um wieder Platz für eine neue zu schaffen. Automatische Versionen zählen dabei nicht mit und werden nie blockiert – sie sind ein zusätzliches Sicherheitsnetz und kein Ersatz für das bewusste Speichern wichtiger Stände.

Ein Hinweis: Der Verlauf bezieht sich immer auf den Hauptstand deines Dokuments. Im Branch-Modus ist er nicht verfügbar – Branch-Stände gehören, wie weiter oben beschrieben, nach GitHub.

So bekommst du auch ohne GitHub eine einfache, nachvollziehbare Versionsgeschichte direkt in bun.ink.

Was passiert beim Schliessen, Ausloggen oder Auto-Logout?

Ein Editor muss nicht nur speichern können. Er muss dich auch warnen, wenn du im Begriff bist, ungesicherte Arbeit zu verlieren.

Wenn du einen Tab schliesst oder dich ausloggen möchtest, obwohl seit dem letzten Speichern neue Änderungen entstanden sind, sollte bun.ink dich darauf aufmerksam machen. Der Editor erkennt, dass der aktuelle Inhalt noch nicht gesichert wurde, und gibt dir die Möglichkeit, vorher zu speichern oder die Aktion bewusst fortzusetzen.

Ähnlich wichtig ist die Auto-Logout-Funktion. Wenn sie aktiviert ist, schützt sie dein Konto, indem sie dich nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität automatisch abmeldet. Damit dabei nichts verloren geht, sichert bun.ink vor dem automatischen Logout alle offenen Änderungen automatisch im lokalen Cloud-Speicher deines Kontos – andernfalls gingen diese Änderungen beim Logout verloren. Ein GitHub-Push passiert dabei allerdings nicht. Die Auto-Logout-Funktion kannst du unter Einstellungen im Bereich Sicherheit ein- und ausschalten.

Trotzdem ist es sinnvoll, gerade bei längeren Schreibphasen regelmässig manuell zu speichern – besonders dann, wenn du auf einem GitHub-Branch arbeitest und deine Änderungen erst durch Commit und Push wirklich dort landen.

Genau hier gilt eine klare Faustregel: Auf einem GitHub-Branch speichert nur der Commit und Push nach GitHub deine Arbeit wirklich. Bis dahin liegen Branch-Änderungen ausschliesslich lokal in diesem Browser. Bei einem Logout, einem Browser-Absturz oder einem versehentlich geschlossenen Tab sind nur die bereits gepushten Stände eines Branches gesichert – alles, was noch nicht gepusht wurde, kann verloren gehen. Pushe deshalb ruhig öfter, als du denkst: Zu viel pushen geht praktisch nicht.

Ein Editor, der leise mitdenkt

Der TipTap-Editor in bun.ink ist nicht einfach nur ein Textfeld. Er verbindet eine reduzierte Schreiboberfläche mit Markdown, Shortcuts, Zen-Modus, Stealth-Funktion, lokalen Versionen und einem Speichermodell, das sowohl lokale Cloud-Texte als auch GitHub-Branches unterstützt.

Am besten funktioniert er, wenn du ihn nicht als Werkzeugkasten voller Knöpfe verstehst, sondern als Schreibraum mit ein paar gut platzierten Schaltern. Manche davon wirst du täglich nutzen. Andere brauchst du nur in besonderen Momenten. Aber sie sind da – verborgen genug, um nicht zu stören, und nah genug, um deinen Schreibfluss zu schützen.